Über das TaT

Wichtige Grundlagen für die Arbeit der TAT Technik Arbeit Transfer gGmbH wurden mit der Konzeption und dem Aufbau des Transferzentrums für angepasste Technologien gelegt. Das Zentrum wurde 1992, im selben Jahr, als die UN-Deklaration für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedet wurde und als das Thema regional noch sehr umstritten war, im Kreis Steinfurt am nördlichen Rand der Stadt Rheine eröffnet. Seitdem hat das Zentrum einen wichtigen Beitrag für nach­haltige Entwick­lungen in der Region und darüber hinaus geleistet. Wichtige Ereignisse in der Entwicklung des Zentrums sind im Folgenden in chrono­logisch absteigender Reihenfolge skizziert:

Icon 1. Januar 2017

Die Immobilie TaT hat einen neuen Eigen­tümer: Adnan Yesilbas (links im Bild), einst selbst Gründer im TaT, hat die TaT Transfer­zentrum für angepasste Technologien GmbH von der Stadt Rheine gekauft.

Die Projektarbeit liegt weiterhin bei der TAT Technik Arbeit Transfer gGmbH, deren heutiger Leiter, Prof. Dr. Robert Tschiedel (rechts im Bild) der damalige Gründer des Zentrums war.

Icon 16. Juni 2000

Eröffnung III. Bauabschnitt:
Mehrzweckhalle

Die Mehrzweckhalle bietet einen Ort für Veranstaltungen unterschiedlicher Art. Mit bis zu 220 Sitzplätzen und angrenzendem Seminarraum eignet sie sich besonders auch für barrierefreie Tagungen, Kongresse und (Firmen-) Messen. Im Obergeschoss der Veranstaltungshalle sind Büros für Unternehmen vorhanden.

  • Fläche: 1.130 qm
  • Hochlochziegelmauerwerk (49 cm dick)
  • Heizung: Gas-Brennwertkessel
  • Solarkollektorfläche: 30 qm
Bild

Icon 6. Oktober 1996

Bauliche Erweiterung:
Öko-Container mit Rundgebäude

Die Öko-Container folgten einer einfachen Grundidee: Schaffung kleiner, flexibler Nutzungseinheiten für Büros, Ateliers, Werkstätten etc. Alle tragenden Elemente können vorgefertigt und später miteinander verbunden werden.

  • Fläche: 65 qm (3 Container) + 95 qm angefügtes Rundgebäude
  • Modulare Holzrahmenbauweise
  • Innenausbau des Rundhauses: Grobspanplatten (OSB-Platten)
  • Heizung: Gas-Brennwertkessel
Bild

Icon 1995

Deutscher Solarpreis 1995

Das TaT ist unter den Preisträgern des von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) seit 1994 jährlich verliehenen Deutschen Solarpreise.

Icon 17. September 1995

Bauliche Erweiterung:
Niedrigenergiehaus

Einfamilienhaus, das zum Zeitpunkt der Errichtung alle geltenden Standards des ökologischen Bauens erfüllte.

  • Fläche: 180 qm
  • Holzständerwerk mit Klinkerverschalung
  • Verringerung von Wärmeverlusten durch 26 cm starke Dämmung in Dach/Wänden
  • Zentrale Staubsaugeranlage zur Reduktion von Feinstaub
Bild

Icon 5. November 1994

Bauliche Erweiterung:
Ökobausatzhaus

Ökologisches Bauen kann auch kostengünstig sein. Um das zu beweisen, haben zwei Unternehmen im TaT Anfang der 1990er Jahre ein Modellprojekt entworfen, durch das eine preiswerte Lösung als Bausatz entwickelt wurde. Als Musterhaus wurde es im TaT errichtet, in der Region nachgebaut und später weiter­entwickelt. Vorausgegangen war eine Planungswerkstatt mit interessierten Bürgern und Fachleuten.

  • Fläche: 102 qm
  • Trennwände flexibel und versetzbar
  • Licht- und Lüftungssysteme einfacher Bauart
  • Gruppenbauweise als Gartenhofbebauung möglich
Bild

Icon 25. Mai 1994

Eröffnung II. Bauabschnitt:
Naturstoffwerkstatt

Natürliche Stoffe wie etwa Ziegel und umweltfreundlich behandeltes Holz sind die Leitthemen dieses Büro-, Seminar- und Ausstellungsgebäudes. Die Ausrichtung des Foyers in Richtung Südwest ermöglicht eine natürliche Lichtdurchflutung und Wärmezufuhr.

  • Fläche: 938 qm
  • einschaliges Mauerwerk, 49 cm, mit Wärmedämm-Mörtel
  • tragende, sichtbare Holzbalkendecke
  • Fußboden aus Ziegelstein im Foyer dient als Wärmespeichermasse
Bild

Icon 18. September 1992

Eröffnung I. Bauabschnitt:
Zentralgebäude · Drehsolarhaus · Hufeisengebäude · Öko-Container · Gästehäuser · Seminargebäude · Holzlehmstation · Windkraftanlage

Bild

Icon 17. September 1990

Grundsteinlegung

Das TaT Transferzentrum für angepasste Technlogien wird nach Plänen des Vereins zur Förderung des Technologietransfers in Dritte-Welt-Länder (heute GAT e.V.) und mit Förderung des Landes NRW errichtet als eins von rund 70 Technologie- und Gründerzentren in Nordrhein-Westfalen und von mehr als 200 in ganz Deutschland, die wirtschafts­politisch seinerzeit als Instrumente der regionalen und sektoralen Wirtschafts­förderung fungieren sollten. Selbstgestellte Aufgabe und Schwerpunkt des TaT war die Förderung der nachhaltigen, umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung in der eigenen Region und darüber hinaus, insbesondere in den Bereichen Ökologisches Bauen, Regenerative Energien und Nachwachsende Rohstoffe.

Bild

Icon 23. November 1989

Gründung der TaT Transferzentrum für angepasste Technologien GmbH

Gesellschafter sind die Stadt Rheine mit 74% Gesellschafteranteil und der Verein zur Förderung des Technologietransfers in Dritte-Welt-Länder (VFTD) (heute GAT e.V.) mit 26%.